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«Stromgitarren – Legenden. Lärm. Leidenschaft.»
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21. Oktober 2005 – 30. April 2006
Wie kann ein «Brett» mit sechs aufgespannten Drähten die Massen derart in ihren Bann ziehen und sie gleichsam unter Strom setzen? Die Sonderausstellung Stromgitarren ging dieser Frage nach. Das Publikum erhielt einen Überblick über die Entwicklung der elektrischen Gitarre. Über 100 Instrumente, darunter seltene Meilensteine, wurden im Original präsentiert.
Trotz der Faszination der Formensprache: Erst die emotionale Ladung der Stromgitarre birgt den eigentlichen Schlüssel zum Phänomen. Kreischende Riffs, dröhnende Boxen, schweissgetränkte Unterhemden und erotische Hüftschwünge sind auf den Bühnen der Welt die Requisiten, die gewöhnliche Menschen schlagartig zu Göttern und Propheten machen. Rocklegenden wie Jimi Hendrix, Pete Townshend und Kurt Cobain haben immer wieder ihre Instrumente furios malträtiert, angezündet oder zu Kleinholz geschlagen. Andere wie Eric Clapton und Carlos Santana begeistern ihr Publikum mit subtileren Mitteln. Wie auch immer: Die E-Gitarre und ihre Meister waren und sind der Katalysator für das Entstehen eines neuen und emotionsgeladenen Lebensgefühls ganzer Generationen. Mit ihrer massiven Verstärkung und medialen Verbreitung ist die Stromgitarre zu einem durchschlagenden Massenkommunikationsmittel geworden.
Auch in der Schweiz grassiert das Stromgitarrenfieber über Jahrzehnte hinweg bis heute. Namen wie Walty Anselmo oder Toni Vescoli und legendäre Rockgruppen wie «Krokus» haben Schweizer Rock-, Beat- und Popgeschichte geschrieben. Ihnen gebührte in der Ausstellung ein besonderen Platz. Ausserdem warfen wir einen Blick auf Besonderheiten in der Romandie, wie beispielsweise die Yé-Yé-Welle der 1960er Jahre.
«Stromgitarren» war eine multimediale Reise durch das Jahrhundert der Massenkultur. Es war eine Ausstellung für Kopf und Bauch zugleich. Die interaktiven Stationen garantierten ein Erlebnis zum Anfassen und Ausprobieren.
Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung
Links zum Thema "Stromgitarren"
Impressum der Ausstellung |
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